Mo

17

Aug

2009

Stiftung Euro Dog, Cranachstr 6, 56566 Neuwied

Hallo ich bin FLY ein lebenslustiges kleines Mädchen und trage den Namen den mein Freund Manfred mir gab zurecht. Wie eine arbeitsfreie Biene summe ich in der Gegend herum.

Mein Lebensweg begann aber nicht so toll , habe trotzdem die richtigen Wege gefunden, so das es mir heute prächtig geht.
In Spanien geboren verlor ich meine Mutter früh, musste als Welpe schon sehen wie ich alleine klar komme, glaubt es mir ruhig ich dachte nicht das ich diese Zeit überstehe. Mit meinem Sommerflockigen Gemüt habe ich es dann doch geschafft, auch wenn ich öfter meine eigenen Haufen aus reiner Not fressen musste, diese Zeit zu überstehen.

 

Ich fand die sehr lieben Menschen der Tierschutzorganisation „Euro-Dogs“. Seit 12 Jahren jetzt, nimmt die Mallorcinerin Catalina Pont ausgesetzte Hunde auf, um uns gesund zu pflegen und ein neues Zuhause für uns zu suchen. Damit sie nicht alles alleine machen muss, wurde die Stiftung „Euro-Dog“ gegründet.

Gemeinsam wollen sie uns hilflosen Wesen helfen und beistehen und so viele wie möglich von uns retten, bevor wir in den örtlichen Perreiras getötet werden.

Es ist für mich unverständlich, das wir so behandelt werden geben wir doch alles für unsere Menschen. So ausgesetzt irren wir oft hilflos durch die Gegend und kämpfen ums Überleben. Dank Euro-Dog war es mir möglich einen Freiflug nach Deutschland zu Frau „Meta Koch“ zu bekommen, sie half mir hier ein neues Zuhause zu finden.

Wir brauchten für mich einen Besitzer der sich der Herausforderung des Traum-Hundes stellen wollte, ich biete ja nun mal “eine dynamische Vorgesetzte voll kreativer Einfälle”. Und Frau Koch fand das die Familie Gawron die richtige war, außer Knochen mit ein wenig Haut drum herum war ja kaum etwas an mir dran.

Als mein jetziger Freund Manfred nach anfänglichem Zögern dann doch kam, ich die Tränen in seinen Augen, wegen mir sah. Wusste ich hier bin ich richtig und sprang ihm trotz meiner damaligen geringen Größe auf den Schoss, zeigte ihm was er an mir haben kann. Ließ ihm keine Chance, er musste mich einfach mitnehmen.

Selbstverständlich war ich etwas furchtsam was jetzt auf mich zu kommt, so drängelte ich mich beim Autofahren zu meinem zukünftigen Zuhause auf seinen Schoss, mir war ja bekannt das schon drei andere meiner Art dort lebten.

Was soll ich sagen bei der Ankunft war es zuerst etwas stürmisch und turbulent, aber kess wie ich nun mal bin habe ich den anderen dreien schnell gezeigt das ich das sagen haben werde. Da half mir meine bisherige Lebenserfahrung.

Es war ein wenig anstrengend zu Anfang, ich verblüffte alle mit meinen Macken und ich musste lernen was nicht so gut ankommt, das Haufen fressen habe ich eingestellt da das Futter hier in diesem Zuhause sich wesentlich verbessert hat. Auch das Möbelgestalten ließ ich dann besser mal, gab einfach zuviel Ärger.
Am meisten habe ich wohl alle mit meinem rasanten Wachstum verblüfft, denn meine Rehpinschergröße aus der Welpenphase, das war nichts für mich.

Da ich nicht alles darf, habe ich einfach mal gelernt, vooorsichtig und leise Töpfe und Pfannen vorzuziehen Deckel abnehmen und den Inhalt schnellstmöglich zu verputzen , Türen egal ob große oder kleine werden geöffnet , die Jacken gaaaaaanz vorsichtig inspizieren nach fressbarem , es stört mich nicht im geringsten das die Jacken auch getragen werden so vorsichtig bin ich dabei . Schubladen aufziehen um nachzusehen was zum spielen drinnen liegt . Das einzige was ich respektiere sind die Futternäpfe der anderen beim Futtern , da stehe ich dann nur in gewissem Abstand und schaue ( ich bin schnell beim Fressen ) na fällt für mich noch was ab .

Ganz neu habe ich geübt den hindernden Zaun zu unserer Nachbarskatze zu überwinden, ich freue mich immer der Katze und anderen guten Tag zu sagen.

Ich weiß schon was erlaubt & nicht erlaubt ist, nur denke ich, man sollte mir so einiges einfach verzeihen, dafür bringe ich genügend Sonne in die Herzen all meiner Freunde.

Dies alles war nur möglich weil ich die lieben Menschen von „Euro-Dog“ gefunden habe und Frau Meta Koch die sehr intensiv mit ihnen zusammen arbeitet.

Mit freundlicher Genehmigung durch Fr. Koch stelle ich noch Informationen und Fotos über „Euro Dog“ dazu.

Die Ziele der Stiftung sind:

1. Schnelle und unkomplizierte Hilfe für uns Hunde.

2. Aufnahme im Notasyl, soweit es der Platz ermöglicht.

3. Tierärztliche Untersuchung und Behandlung, Impfungen und Pflege soweit möglich.

4. Unsere Vermittlung an liebevolle Familien, möglichst Endplätze.

5. Der Bau eines großzügig angelegten Tierheims auf dem erworbenen Grundstück von 22.000 m², wird seit Jahren leider seitens der Gemeinde von Felanitx abgelehnt.

Im Sommer 1999 ist die Stiftung eingetragen und als Gemeinnützig anerkannt worden. Das Stiftungskapital wurde aus den Ersparnissen der Stifterin Veronika Meyer-Zietz als Spende eingebracht. Deshalb ist sie die 1. Vorsitzende.

Frau Catalina Pont-Roig ist zweite und damit stellvertretende Vorsitzende, da die Stiftung hauptsächlich für die durch sie in ihrem Notasyl aufgenommenen heimatlosen Hunde gegründet wurde.

Frau Meta Koch ist war Dritte im Vorstand dieser Stiftung und hat auch heute noch Kontakt.

Das Notasyl…
... ist entstanden als Schutzaufnahme heimatloser Hunde, die misshandelt, gedemütigt, unerwünscht, ausgesetzt, qualvollen Leiden und Tod hilflos ausgeliefert werden. Dank Frau Catalina Pont besteht es bereits seit neun Jahren. Inzwischen konnte die Stiftung dank privater Spenden wetterfeste Hundehütten im Notasyl aufstellen. Wir werden laufend gegen Parasiten behandelt, tierärztlich kontrolliert und behandelt. Es kommen leider sehr viele Hunde bis aufs Skelett abgemagert, krank, verwahrlost und verletzt hierhin. Ein Empfangszwinger steht vor dem Eingang, damit keine Hunde mehr über den Zaun hineingeworfen werden. Von einem Tierfreund wurde ein Generator für Licht gespendet. Hilfskräfte kommen zur Reinigung.

Unser Leid hautnah zu erleben, zu verkraften und zu helfen im täglichen, persönlichen Einsatz - nicht nur ohne jegliche Bezahlung! - sondern unter großen Opfern an Nervenkraft, Energie und eigenen finanziellen Mitteln, ist nicht selbstverständlich. Große Opferbereitschaft und Kraft, viel Idealismus und psychische Stärke braucht man außer Tierliebe noch dazu.

Dieses Jahr konnte das bestehende Grundstück mit der Ruine erworben werden und alle freuen sich darauf, es für Catalina und ihre Schützlinge ausbauen zu können. Spenden dazu wären sehr hilfreich.

Diese Menschen können Stolz sein auf den bisherigen Erfolg, aus rein privater Initiative ohne öffentliche Unterstützung und hoffen auf Mithilfe von Tierfreunden!

Ich drücke hiermit meine Dankbarkeit aus, die ich für sie und ihre Hilfe empfinde

Eure Fly

Mallorcahunde

 

 

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