Mi
12
Aug
2009
Stolpersteine, Engerserstr. 72, 56564 Neuwied
Ganz still heute morgen in der Stadt
nur ein leichter Wind
wehte mir die Sommerluft
um die Nase.
Wer kann diesen Menschen hier noch rufen?
wer kann ihn noch suchen?
Niemand kennt ihn mehr
Dieser Mensch ist nicht mehr hier.
Ich weine!
Jakobine Schwarz geb.Meyer jg.1872 Deportiert 1943 Ermordet in Auschwitz
Was an diesen Steinen besser ist, wie bei diesen riesigen Mahnmalen. Ist das die Steine im Lebensraum der Menschen sind und die Direktheit, die damit erreicht wird.
Beim bewussten Stolpern, steht man so direkt vor einem Haus, das der Mittelpunkt einer der vielen tragischen Geschichten. Über 148 Steine soll es in Neuwied geben.
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis heute hat er ca. 20000 Steine
in Europa verlegt. “Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier
wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.
Bei den Stolpersteinen geht es nicht um "Schuld" oder das Vermitteln von Schuldgefühl. Das war nie die Absicht oder der Anspruch dieser Steine!
Auch heute , zeigt es sich auf der ganzen Welt , das wir Menschen in unserer moralisch ethischen Entwicklung immer noch nicht weiter gekommen sind .
Anders denkende und handelnde oder mit anderer Hautfarbe werden auch heute noch angegangen .
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