Mi

29

Jul

2009

Stolpersteine,Mittelstr 75, 56564 Neuwied

Ich wollt ich könnt eine Sprache erfinden,
die alle Welt versteht.
Dann könnt ich allabendlich,
die Nachrichten im Fernsehen verlesen.
Dann könnt ich um Verzeihung bitten,
für die Zerstörungswut von uns Menschenkindern.

*Friedrich Cremer* Jg.1844 Deportiert Ziel unbekannt Verschollen

*Philip Walter Cremer* Jg.1928 Deportiert Tod 1945 in Dachau

Stellvertretend für alle Menschen dieser Welt , denen in irgendeiner weise ähnliches , widerfährt oder widerfahren ist !

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Bis Ende 2006 hat er ca. 9000 Steine in über 190 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.

Bei den Stolpersteinen geht es nicht um "Schuld" oder das Vermitteln von Schuldgefühl. Das war nie die Absicht oder der Anspruch dieser Steine!

An diesen  Plätzen haben Menschen gelebt anderer Herkunft , anderen Glaubens , nur weil Fanatiker dies nicht wollten , durften SIE ihr Leben nicht in Würde verbringen .

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